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Projekt Greiz: So schnell kann eine serielle Sanierung ablaufen

Leuchtturmprojekt in Ostthüringen

In den vergangenen Wochen haben wir auf unserer Baustelle in Greiz gleich mehrere Meilensteine erreicht. Der von hier stehende Gebäudekomplex stammt aus der DDR-Zeit (1969) und gehört zum Bestand der Wohnungsgenossenschaft (WG) Textil - Greiz. Mit Unterstützung des Thüringer Energieministeriums, der Deutschen Energieagentur dena und uns ist jetzt die Sanierung geplant. Gemeinsam haben wir uns das Ziel gesetzt, das bisher energetisch ineffiziente Objekt zu einem Energieplushaus zu sanieren. Das wird in dieser Form eine Premiere in Ostdeutschland sein, die deshalb als Leuchtturmprojekt in Ostthüringen mit 2,3 Millionen Euro gefördert wird.

Alles beginnt mit guter Vorbereitung 

Die von uns entwickelten Fassadenelemente werden im Gegensatz zu konventionellen Sanierungen nicht vor Ort gefertigt, sondern in einer Fabrik. Dazu werden detaillierte, digitale Scans des Bestandsgebäudes angefertigt. Sie bilden die Grundlage der weiteren Planung der Gebäudehülle. Passgenau werden die benötigten Elemente off-site produziert und direkt mit Fenstern, Lüftung, Isolierung und Gebäudetechnik ausgestattet. Das spart Zeit und Ressourcen auf der Baustelle und führt bei weiteren Sanierungen von Objekten gleichen Bautyps zu kontinuierlich sinkenden Kosten.

Besuch auf der Baustelle

Im Rahmen eines Events auf der Baustelle durften wir uns u.a. über den Besuch des Thüringer Ministers für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) Bernhard Stengele sowie des Greizer Oberbürgermeisters Alexander Schulze freuen. Ihr großes Interesse an dem Bauvorhaben und die daraus resultierenden Gespräche über die Zukunft der ostdeutschen Altbestände waren eine enorme Bereicherung für uns. So fasste der Minister auch ganz treffend zusammen:

„Diese Form der Sanierung spart langfristig Kosten und schützt das Klima. Auch in Thüringen hat die Wärmewende enormes Potential. Wir können bei den Gebäuden einen riesigen Rückstand aufholen – und dadurch sowohl den CO₂-Ausstoß als auch die Ausgaben für Energie senken. Hier in Greiz zeigen wir, was ökologisch, technisch und sozial der neue Standard sein kann. Ein klimaneutrales Wohnhaus, zu 100 % versorgt aus erneuerbarer Energie, zu bezahlbaren Mieten.”

Im Rahmen des Besuchs entstand auch ein hervorragendes Video des Ministeriums, das hier eingesehen werden kann.